Ragdoll Gewicht – Idealgewicht, Gewichtstabelle und Übergewicht einfach erklärt

Ragdoll Gewicht – Idealgewicht, Gewichtstabelle und Übergewicht einfach erklärt

Aktualisiert am 05.08.2026

Viele Menschen entscheiden sich gerade wegen ihrer imposanten Erscheinung für eine Ragdoll Katze. Sie zählt schließlich zu den größten und schwersten Hauskatzen der Welt und beeindruckt mit ihrem kräftigen Körperbau, dem langen seidigen Fell und ihrer ruhigen Ausstrahlung. Doch: Viele zukünftige und frischgebackene Ragdoll-Halter fragen sich: Wie schwer sollte eine Ragdoll eigentlich sein – und ab wann ist sie zu schwer?

Im Internet kursieren dazu zahlreiche Angaben. Manche sprechen von Katern mit bis zu 10 Kilogramm oder sogar mehr. Das führt schnell zu Unsicherheit. Ist eine 6 Kilogramm schwere Ragdoll zu leicht? Sollte ein ausgewachsener Kater wirklich die 10-Kilogramm-Marke erreichen oder wäre das zu viel? Und woran erkennt man überhaupt, ob die eigene Katze ein gesundes Gewicht hat?

Die gute Nachricht: Die Zahl auf der Waage allein sagt überraschend wenig aus. Viel wichtiger sind Alter, Geschlecht, Körperbau und vor allem die Körperkondition der Katze. Eine schlanke 6-Kilogramm-Ragdoll kann deutlich gesünder sein als ein übergewichtiger 9-Kilogramm-Kater.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie schwer eine Ragdoll Katze in welchem Alter ungefähr sein sollte, wann sie ausgewachsen ist, wie Sie Über- oder Untergewicht erkennen und mit welchen einfachen Maßnahmen Sie dazu beitragen können, dass Ihre Ragdoll dauerhaft gesund und fit bleibt.

📌 Das Wichtigste in Kürze

Ragdoll Katzen gehören zu den größten Hauskatzen und sind entsprechend schwerer als viele andere Katzenrassen.

Ausgewachsene Katzen wiegen meist etwa 4 bis 6 kg, Kater etwa 6 bis 8 kg. Einzelne Tiere können davon abweichen.

Ragdolls wachsen langsam und erreichen ihre endgültige Größe und ihr Endgewicht häufig erst mit 3 bis 4 Jahren.

Die Zahl auf der Waage allein ist nicht entscheidend. Viel wichtiger sind Körperbau, Muskelmasse und die Körperkondition Ihrer Katze.

Übergewicht erkennen Sie nicht nur am Gewicht, sondern auch daran, ob Rippen, Taille und Bauchlinie noch gut zu beurteilen sind.

Regelmäßiges Wiegen, hochwertiges Futter und tägliche Bewegung helfen dabei, das Idealgewicht langfristig zu erhalten.

Wie schwer ist eine Ragdoll Katze?

Die Ragdoll gehört zu den größten Katzenrassen der Welt. Entsprechend bringt sie auch deutlich mehr Gewicht auf die Waage als viele andere Hauskatzen. Während eine durchschnittliche Hauskatze häufig zwischen etwa 3,5 und 5 Kilogramm wiegt, liegen Ragdolls je nach Geschlecht, Alter und Körperbau oft darüber.

Als grober Richtwert gilt:

  • Weibliche Ragdoll Katzen: etwa 4 bis 6 Kilogramm
  • Männliche Ragdoll Kater: etwa 6 bis 8 Kilogramm

Einige besonders große Kater können zwar auch 9 Kilogramm oder in seltenen Fällen sogar etwas mehr erreichen. Solche Ausnahmen sollten jedoch nicht als Zielgewicht verstanden werden. Viele erfahrene Ragdoll-Züchter berichten, dass selbst ausgewachsene, gesunde Kater oft deutlich unter 9 Kilogramm bleiben und dennoch eine kräftige, rassetypische Erscheinung haben. Mindestens genauso wichtig wie das Gewicht ist der individuelle Körperbau. Ragdolls besitzen einen langen, kräftigen Körper, einen breiten Brustkorb und ein dichtes, halblanges Fell. Dadurch wirken sie häufig schwerer und massiger, als sie tatsächlich sind. Gerade im Winter lässt das vollere Fell viele Katzen deutlich größer erscheinen. Hinzu kommt, dass sich Ragdolls außergewöhnlich langsam entwickeln. Anders als viele andere Katzenrassen erreichen sie ihre endgültige Größe und ihr Endgewicht meist erst im Alter von etwa drei bis vier Jahren. Gerade junge Ragdolls wirken deshalb häufig noch schlank und wachsen über einen langen Zeitraum kontinuierlich weiter. Aus diesem Grund sollten Gewichtsangaben immer als Orientierung verstanden werden. Ob eine Ragdoll tatsächlich ein gesundes Gewicht hat, lässt sich nicht allein anhand der Waage beurteilen. Entscheidend sind immer Alter, Geschlecht, Körperbau und vor allem die Körperkondition der einzelnen Katze.

Gewichtstabelle: Wie schwer sollte eine Ragdoll Katze in welchem Alter sein?

Viele Halter vergleichen das Gewicht ihrer Ragdoll regelmäßig mit Angaben aus dem Internet. Das kann zwar eine erste Orientierung geben, sollte aber niemals als alleiniger Maßstab dienen. Genau wie bei uns Menschen entwickelt sich jede Katze individuell. Manche wachsen anfangs schneller, andere holen später auf.

Die folgende Tabelle enthält grobe Orientierungswerte, die aus typischen Entwicklungsverläufen abgeleitet sind. Sie stellt keine verbindliche Wachstumskurve dar. Vor allem bei Kitten können Gewicht und Wachstum deutlich variieren.

AlterWeibl. RagdollMännl. Ragdoll
8 Wochenca. 0,9–1,2 kgca. 1,0–1,4 kg
12 Wochenca. 1,3–1,8 kgca. 1,5–2,0 kg
6 Monateca. 2,8–3,8 kgca. 3,2–4,5 kg
12 Monateca. 3,8–5,0 kgca. 4,8–6,5 kg
2 Jahreca. 4,0–5,8 kgca. 5,5–7,5 kg
Ausgewachsen (3–4 Jahre)ca. 4–6 kgca. 6–8 kg

Wichtig: Die Werte dienen lediglich als Orientierung. Entscheidend ist nicht, ob Ihre Ragdoll exakt in diesem Bereich liegt, sondern ob sie sich gleichmäßig entwickelt und eine gesunde Körperkondition besitzt. Gerade während des Wachstums kommt es häufig zu sogenannten Entwicklungsschüben. In manchen Monaten nimmt eine Ragdoll deutlich zu, während das Gewicht anschließend über längere Zeit nahezu unverändert bleibt. Solche Schwankungen sind meist völlig normal.

Wann ist eine Ragdoll Katze ausgewachsen?

Wer zum ersten Mal eine Ragdoll hält, ist oft überrascht, wie langsam sich diese Rasse entwickelt. Während viele Hauskatzen bereits mit etwa einem Jahr ihre endgültige Größe erreicht haben, wächst eine Ragdoll deutlich länger. Zwar wirken viele Tiere mit zwölf bis achtzehn Monaten bereits fast ausgewachsen, tatsächlich befindet sich ihre körperliche Entwicklung zu diesem Zeitpunkt aber häufig noch nicht am Ende. Vor allem Kater legen in den folgenden Jahren oft noch an Muskelmasse zu. Auch der Brustkorb wird kräftiger, der Kopf entwickelt sich weiter und das charakteristische, seidige Fell wird mit zunehmendem Alter meist noch voller.

Erst im Alter von etwa drei bis vier Jahren gilt eine Ragdoll in der Regel als vollständig ausgewachsen. Deshalb ist es völlig normal, wenn eine junge Katze ihr späteres Endgewicht noch lange nicht erreicht hat. Gerade in den ersten Lebensjahren sollte das Ziel deshalb nicht sein, möglichst schnell viele Kilogramm auf die Waage zu bringen. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und ein gleichmäßiges Wachstum sind deutlich wichtiger als eine möglichst hohe Zahl auf der Waage. Wer seine Ragdoll regelmäßig wiegt, kann ihre Entwicklung gut beobachten. Sinnvoll ist dabei, das Gewicht etwa einmal im Monat zu notieren. So lassen sich ungewöhnliche Veränderungen früh erkennen und bei Bedarf mit dem Tierarzt besprechen.

Was ist das Idealgewicht einer Ragdoll Katze?

Nach der Gewichtstabelle fragen sich viele Halter, welches Gewicht nun tatsächlich ideal ist. Die Antwort ist allerdings weniger eindeutig, als man vielleicht vermutet. Es gibt kein allgemeingültiges Idealgewicht, das für jede Ragdoll passt. Zwei ausgewachsene Kater können beispielsweise jeweils 7 Kilogramm wiegen – der eine ist schlank und muskulös, der andere deutlich übergewichtig. Die Zahl auf der Waage allein reicht daher nicht aus, um den Ernährungszustand einer Katze zu beurteilen.

Das gesunde Gewicht hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Geschlecht
  • Alter
  • Körpergröße und Knochenbau
  • Muskelmasse
  • Kastration
  • Aktivitätsniveau
  • Genetik

Ein kräftig gebauter Kater darf selbstverständlich mehr wiegen als eine zierliche Katze. Entscheidend ist, dass das Gewicht zum Körperbau passt und die Katze weder zu viele Fettreserven noch Anzeichen von Untergewicht zeigt.

Ein häufiger Irrtum: Viele Menschen glauben, eine Ragdoll müsse möglichst groß und schwer sein, um dem Rassestandard zu entsprechen. Tatsächlich wünschen sich seriöse Züchter vor allem gesunde, gut proportionierte Katzen – nicht möglichst viele Kilogramm.

Woran erkenne ich, ob meine Ragdoll übergewichtig ist?

Ob eine Ragdoll ein gesundes Gewicht hat, lässt sich deutlich besser am Körper als an der Waage erkennen. Tierärzte orientieren sich dabei häufig am sogenannten Body Condition Score (BCS), einer Methode zur Beurteilung der Körperkondition. Für Katzenhalter genügt oft schon ein einfacher Gesundheitscheck zu Hause:

Die Rippen sollten gut tastbar sein: Legen Sie beide Hände seitlich auf den Brustkorb Ihrer Katze. Die Rippen sollten sich mit leichtem Druck problemlos ertasten lassen, ohne dass sie deutlich hervorstehen. Müssen Sie kräftig drücken oder sind die Rippen gar nicht mehr zu fühlen, spricht das häufig für Übergewicht.

Eine leichte Taille sollte erkennbar sein: Betrachten Sie Ihre Ragdoll von oben. Hinter dem Brustkorb sollte sich eine sanfte Taille abzeichnen. Wirkt der Körper dagegen gleichmäßig rund oder sogar tonnenförmig, kann dies auf zu viele Fettreserven hindeuten.

Der Bauch sollte nicht stark herabhängen: Ein kleiner, lockerer Hautlappen am Unterbauch – der sogenannte Urbeutel – ist bei Katzen normal. Auffällig wird es erst, wenn zusätzlich keine Taille mehr erkennbar ist, die Rippen kaum tastbar sind und sich deutliche Fettpolster am Bauch befinden.

Wichtig: Beurteilen Sie Ihre Ragdoll niemals nur nach ihrem Fell. Das dichte, halblange Fell lässt viele Tiere deutlich größer und kräftiger erscheinen, als sie tatsächlich sind

Die häufigsten Ursachen für Übergewicht

Übergewicht entsteht meist nicht von heute auf morgen. Häufig sind es viele kleine Gewohnheiten im Alltag, die sich über Monate oder Jahre summieren. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

  • Zu große Portionen: Schon kleine Mengen zu viel können sich langfristig bemerkbar machen.
  • Zu viele Leckerlis: Sie werden oft unterschätzt und enthalten teilweise erstaunlich viele Kalorien.
  • Dauerhaft gefüllte Futternäpfe: Manche Katzen regulieren ihre Futteraufnahme gut, viele Ragdolls jedoch nicht.
  • Zu wenig Bewegung: Als eher ruhige Katzen verbrauchen Ragdolls häufig weniger Energie als aktivere Rassen.
  • Falsche Futterzusammensetzung: Hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil ist meist die bessere Wahl als stark kohlenhydratreiches Futter.
  • Kastration: Nach einer Kastration sinkt der Energiebedarf häufig etwas, während der Appetit gleichzeitig steigen kann. Deshalb sollte die Futtermenge gegebenenfalls angepasst werden.

Ein weiterer Grund ist ein hartnäckiger Mythos: Weil Ragdolls zu den größten Katzenrassen gehören, glauben manche Halter, sie müssten grundsätzlich deutlich mehr fressen als andere Katzen. Das lässt sich so jedoch nicht pauschal sagen. Entscheidend ist immer der individuelle Energiebedarf der einzelnen Katze.

Warum Übergewicht für Ragdoll Katzen ein Problem ist

Ein paar hundert Gramm zu viel mögen auf den ersten Blick harmlos erscheinen. Tatsächlich kann bereits leichtes Übergewicht die Gesundheit einer Katze langfristig beeinträchtigen. Besonders bei einer großen und kräftigen Rasse wie der Ragdoll wird eine Gewichtszunahme deshalb oft erst spät bemerkt. Überflüssige Fettreserven belasten den gesamten Organismus. Gelenke und Wirbelsäule müssen mehr Gewicht tragen, das Herz arbeitet stärker und auch der Stoffwechsel verändert sich. Gleichzeitig bewegen sich viele übergewichtige Katzen weniger, wodurch sie noch weniger Energie verbrauchen – ein Teufelskreis, der sich mit der Zeit verstärken kann.

Möglich sind unter anderem folgende gesundheitliche Folgen:

  • Diabetes mellitus
  • Gelenk- und Arthrosebeschwerden
  • Herz- und Kreislaufprobleme
  • Atemprobleme
  • erhöhtes Risiko einer Fettleber, insbesondere bei plötzlichem Futterentzug oder zu schnellem Gewichtsverlust
  • Erkrankungen der Harnwege
  • Eingeschränkte Fellpflege und Hautprobleme
  • Geringere Lebensqualität und Lebenserwartung

Nicht jede übergewichtige Katze entwickelt zwangsläufig diese Erkrankungen. Je ausgeprägter und länger das Übergewicht besteht, desto stärker können Gesundheitsrisiken und Einschränkungen der Lebensqualität zunehmen. Umso wichtiger ist es, das Gewicht regelmäßig zu kontrollieren und frühzeitig gegenzusteuern.

Tipp: Bemerken Sie eine schnelle Gewichtszunahme oder -abnahme ohne erkennbare Ursache, sollten Sie Ihre Ragdoll tierärztlich untersuchen lassen. Hinter Gewichtsveränderungen können auch Erkrankungen stecken.

Was tun, wenn Ihre Ragdoll zu dick ist?

Hat Ihre Ragdoll etwas zu viel auf den Rippen, besteht kein Grund zur Panik. Entscheidend ist, das Gewicht langsam und kontrolliert zu reduzieren. Eine radikale Diät ist für Katzen ungeeignet und kann im schlimmsten Fall sogar gefährlich werden. Der erste Schritt sollte immer ein Besuch beim Tierarzt sein. Gemeinsam lässt sich feststellen, ob tatsächlich Übergewicht vorliegt und ob gesundheitliche Ursachen ausgeschlossen werden müssen. Anschließend kann ein individueller Plan erstellt werden.

Bewährt haben sich vor allem folgende Maßnahmen:

Futtermenge überprüfen: Viele Katzen erhalten unbewusst zu große Portionen. Wiegen Sie das Futter einige Tage lang mit einer Küchenwaage ab und orientieren Sie sich an den Empfehlungen des Herstellers oder Ihres Tierarztes.

Leckerlis bewusst einsetzen: Leckerlis sollten nur einen kleinen Teil der täglichen Kalorienmenge ausmachen. Oft reichen wenige Stückchen als Belohnung völlig aus.

Mehr Bewegung in den Alltag bringen: Ragdolls sind zwar eher ruhige Katzen, spielen aber meist sehr gerne mit ihren Menschen. Bereits zwei bis drei Spieleinheiten von jeweils zehn bis fünfzehn Minuten am Tag können helfen, den Energieverbrauch zu erhöhen und gleichzeitig die Bindung zu stärken.

Langsam abnehmen: Ein gesunder Gewichtsverlust braucht Zeit. Ziel sollte niemals sein, möglichst schnell viele Gramm zu verlieren, sondern das Wunschgewicht dauerhaft zu erreichen und anschließend zu halten.

Kann eine Ragdoll auch zu dünn sein?

Während Übergewicht häufig thematisiert wird, bleibt Untergewicht oft unbeachtet. Dabei kann auch eine zu leichte Ragdoll ein Warnsignal sein. Vor allem ältere Katzen oder Tiere mit Erkrankungen verlieren manchmal unbemerkt an Gewicht. Auch Zahnprobleme, Parasiten, chronische Erkrankungen oder eine unzureichende Nährstoffaufnahme können dazu führen.

Mögliche Anzeichen für Untergewicht sind:

  • deutlich sichtbare Rippen oder Wirbelsäule
  • eingefallene Flanken
  • fehlende Muskelmasse
  • stumpfes Fell
  • Antriebslosigkeit

Nimmt Ihre Ragdoll trotz normaler Futteraufnahme kontinuierlich ab oder wirkt sie insgesamt geschwächt, sollten Sie die Ursache möglichst zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Tipps für ein gesundes Gewicht

Mit einigen einfachen Gewohnheiten lässt sich das Risiko für Über- oder Untergewicht deutlich reduzieren.

✓ Wiegen Sie Ihre Ragdoll etwa einmal im Monat.

✓ Notieren Sie das Gewicht, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

✓ Passen Sie die Futtermenge an Alter, Aktivität und Körpergewicht an.

✓ Bevorzugen Sie hochwertiges, ausgewogenes Katzenfutter.

✓ Spielen Sie täglich gemeinsam mit Ihrer Katze.

✓ Lassen Sie das Gewicht bei den regelmäßigen Tierarztbesuchen kontrollieren.

Schon kleine Veränderungen im Alltag können langfristig einen großen Unterschied machen. Ziel sollte dabei nie ein bestimmtes Gewicht auf der Waage sein, sondern eine gesunde, aktive und lebensfrohe Ragdoll.

Häufige Irrtümer über das Gewicht einer Ragdoll Katze

Rund um das Gewicht von Ragdoll Katzen halten sich einige Mythen, die viele Halter verunsichern. Die wichtigsten Missverständnisse im Überblick:

„Jede Ragdoll wird 10 Kilogramm schwer.“

Nein. Zwar können einzelne, besonders große Kater dieses Gewicht erreichen, die meisten ausgewachsenen Ragdolls bleiben jedoch deutlich darunter. Ein gesundes Gewicht ist immer wichtiger als eine möglichst hohe Zahl auf der Waage.

„Je schwerer eine Ragdoll ist, desto hochwertiger ist sie.“

Falsch. Das Gewicht sagt nichts über die Qualität einer Zucht oder die Gesundheit einer Katze aus. Verantwortungsvolle Züchter achten auf einen ausgewogenen Körperbau und eine gute körperliche Verfassung – nicht auf möglichst viele Kilogramm.

„Ragdolls brauchen grundsätzlich mehr Futter als andere Katzen.“

Nicht unbedingt. Zwar sind Ragdolls größer als viele andere Katzenrassen, ihr Energiebedarf hängt aber vor allem von Alter, Aktivität, Kastration und Stoffwechsel ab. Die Futtermenge sollte deshalb immer individuell angepasst werden.

„Nur Wohnungskatzen werden übergewichtig.“

Auch Freigänger können Übergewicht entwickeln, wenn sie dauerhaft mehr Energie aufnehmen als verbrauchen. Umgekehrt bleiben viele Wohnungskatzen ihr Leben lang schlank, wenn Ernährung und Bewegung stimmen.

Fazit

Ragdoll Katzen gehören zu den größten und schwersten Hauskatzen – doch das bedeutet nicht, dass jede Katze möglichst viele Kilogramm auf die Waage bringen sollte. Ein gesundes Gewicht lässt sich nicht an einer einzigen Zahl festmachen. Viel wichtiger sind Körperbau, Muskelmasse und die allgemeine Körperkondition.

Kontrollieren Sie das Gewicht Ihrer Ragdoll regelmäßig, achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und sorgen Sie für ausreichend Bewegung. So schaffen Sie die besten Voraussetzungen dafür, dass Ihre Katze gesund bleibt und Sie viele Jahre begleitet.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie oft sollte ich meine Ragdoll wiegen?

Bei gesunden erwachsenen Katzen genügt es in der Regel, das Gewicht etwa einmal im Monat zu kontrollieren. Kitten sollten während des Wachstums häufiger gewogen werden, um ihre Entwicklung im Blick zu behalten. Nach einer Futterumstellung, einer Erkrankung oder bei einer Diät können auch kürzere Abstände sinnvoll sein.


Mein Ragdoll-Kater wiegt 8 Kilogramm. Ist das zu viel?

Nicht unbedingt. Ob 8 Kilogramm ein gesundes Gewicht sind, hängt vom individuellen Körperbau ab. Ein großer, muskulöser Kater kann mit diesem Gewicht völlig gesund sein. Entscheidend ist, ob Rippen und Taille noch gut zu erkennen beziehungsweise zu ertasten sind und Ihr Tierarzt die Körperkondition als normal einschätzt.


Meine Ragdoll frisst sehr gut, nimmt aber trotzdem ab. Woran kann das liegen?

Ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust trotz gutem Appetit sollte immer tierärztlich abgeklärt werden. Mögliche Ursachen reichen von Parasiten über Stoffwechselerkrankungen bis hin zu Schilddrüsen- oder Darmerkrankungen. Je früher die Ursache gefunden wird, desto besser sind meist die Behandlungsmöglichkeiten.


Sollte ich das Futter nach einer Kastration umstellen?

Nach einer Kastration verändert sich bei vielen Katzen der Energiebedarf. Gleichzeitig steigt bei einigen Tieren der Appetit. Deshalb kann es sinnvoll sein, die Futtermenge anzupassen oder auf ein energieärmeres Futter umzusteigen. Ob dies notwendig ist, hängt jedoch von der individuellen Entwicklung Ihrer Katze ab.


Kann ich meine Ragdoll mit Spielen beim Abnehmen unterstützen?

Ja. Regelmäßige Bewegung hilft dabei, Kalorien zu verbrauchen und Muskulatur aufzubauen. Besonders geeignet sind interaktive Spiele mit Federangeln, Bällen oder Intelligenzspielzeug. Wichtig ist, die Aktivität langsam zu steigern und die Katze nicht zu überfordern.


Ist Trockenfutter grundsätzlich schlechter als Nassfutter?

Nein. Entscheidend ist nicht die Darreichungsform, sondern die Qualität des Futters und die Gesamtmenge. Da Trockenfutter jedoch deutlich energiereicher ist und weniger Feuchtigkeit enthält, fällt es vielen Katzen leichter, davon zu viele Kalorien aufzunehmen. Hochwertiges Nassfutter kann deshalb insbesondere bei übergewichtigen Katzen Vorteile bieten.


Woran erkenne ich, dass meine Ragdoll ihr Idealgewicht erreicht hat?

Eine Katze mit gesundem Gewicht hat eine gut tastbare, aber nicht hervorstehende Rippenpartie, eine leicht erkennbare Taille und bewegt sich aktiv und mühelos. Die Waage liefert dabei lediglich einen Richtwert – die Körperkondition ist deutlich aussagekräftiger.


Sollte ich meine Ragdoll regelmäßig beim Tierarzt wiegen lassen?

Nicht unbedingt. Viele Halter kontrollieren das Gewicht problemlos zu Hause. Bei den jährlichen Vorsorgeuntersuchungen wird das Gewicht jedoch meist ebenfalls überprüft und zusammen mit dem allgemeinen Gesundheitszustand beurteilt. So lassen sich Veränderungen frühzeitig erkennen.

10 Gedanken zu „Ragdoll Gewicht – Idealgewicht, Gewichtstabelle und Übergewicht einfach erklärt

  1. Hallo
    Ich habe ihre Beiträge alle gelesen und fand sie sehr hilfreich. Meine Frage meine Mädels sind jetzt ein Jahr alt geworden.Die Lily wiegt jetzt 4,8 Kilo die Luna wiegt 3,8 Kilo. Sie bekommen beide das gleiche zu fressen und die gleiche Menge. Ist unsere Lily zu schwer und was sollen wir machen. Sie bekommen zwei Mal am Tag Nassfutter und etwas Trockenfutter da Luna gerne beides frißt.Es sind Geschwister aus dem gleichen Wurf. Ich habe Angst das Lily zu dick wird. Wir haben das erste mal Ragdolls.Und wir wollen das es ihr Gesundheitlich auch gut geht.Vorher hatten wir Britisch Kurzhaar Katzen.
    Vielen lieben Dank im voraus für ihre Antwort

  2. Ich finde keine Gewichtstabelle für meinen 6 Monate alten Ragdoll-Kater, welche ich als Anhaltspunkt für das Füttern nehmen könnte. Gibt es einen Link oder kann mir jemand eine Tabelle zukommen lassen?
    Ich füttere 3-5x innerhalb von 24 Stunden Naßfutter mit 96% Fleischanteil, also ca 120-150g und nachts 30g TF. Er wiegt aktuell 2,7kg
    Würde mich sehr auf eine Antwort freuen

    1. Hallo Frank,

      Eine genaue Gewichtstabelle gibt es nicht immer, da das Wachstum individuell verläuft. Mit 6 Monaten wiegt ein Ragdoll-Kater im Schnitt 2,5–4 kg, sodass dein Kater mit 2,7 kg im normalen Bereich liegt. Wichtig ist eine langsame, stetige Gewichtszunahme. Die Fütterung mit hochwertigem Nassfutter und etwas Trockenfutter klingt gut, solange dein Kater aktiv ist. Falls du eine genauere Einschätzung möchtest, kann der Tierarzt helfen, das Idealgewicht für seinen Körperbau zu bestimmen.

      Falls du eine detaillierte Wachstumstabelle suchst, gibt es einige in Züchterforen oder auf spezialisierten Websites. Ich recherchiere gerne auch einmal.

      Lieben Gruß, Anna

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