Flöhe bei Katzen loswerden

Flöhe bei Katzen loswerden

Juckt es? Kratzt die Katze sich ausgiebiger und häufiger als bisher hinter dem Ohr, sollte man als Besitzer ganz genau hinschauen. Und vor allem schnell handeln, wenn Flöhe im Spiel sind. Hier gibt es Tipps, wie man erkennt, ob die Katze Flöhe hat und wie man sie schnell wieder loswird.

Sie sind nur 1,5 bis etwa 4,5 Millimeter klein, doch sie vermehren sich rasant und haben großen Durst auf das Blut unserer Miezen: Katzenflöhe. Sie sind die häufigste Flohart in Deutschland und befallen insbesondere Freigänger. Jedoch bleiben auch reine Hauskatzen nicht verschont, wenn die kleinen Parasiten ins Haus gelangen. Das schaffen sie beispielsweise durch Menschen, im Haushalt lebende Hunde oder Nagetiere über den Balkon. Denn Flöhe können bis zu 25 Zentimeter weit springen – ein Leichtes also für sie, auf die vorbeilaufende Katze zu hüpfen.

Flöhe und ihre Folgen

Es juckt und schmerzt die Katze, wenn ein Floh ihre Haut anritzt, um eine gute Blutquelle zu finden. Bei hunderten Flöhen ist das Leid für die Katze umso größer. Hinzu kommt, dass Katzenflöhe Bakterien übertragen können, die unter anderem Infektionen auf der Haut auslösen können (Flohallergiedermatitis). Auch kann sich die Katze mit Bandwurmeiern infizieren, wenn sie die Flöhe beim Putzen herunterschluckt. Insbesondere junge Katzen haben zudem das Risiko eines hohen Blutverlustes. Nicht zuletzt sind Flöhe in der Lage, auch auf den Menschen übergehen und bakterielle Krankheiten auslösen.

Einfach erkennen: Hat die Katze Flöhe?

Leider sind die kleinen Parasiten nicht immer auf den ersten Blick sichtbar. Insbesondere dann nicht, wenn sie sich noch nicht stark ausgebreitet haben. Mit einem einfach Trick lässt sich schnell feststellen, ob sich Flöhe im Katzenfell und auf der Haut befinden:

  • Das Fell der Katze zunächst mit einem speziellen Flohkamm entgegen der Haarwuchsrichtung kämmen. Dadurch lassen sich mehr Flöhe auskämmen als in Wuchsrichtung.
  • Anschließend den Flohkamm auf einem weißen Blatt Papier oder einem Küchentuch ausklopfen.
  • Sind kleine schwarze Krümmel sichtbar, werden diese mit etwas Wasser angefeuchtet und in dem Tuch leicht verrieben.
  • Ist eine rötliche oder braune Verfärbung erkennbar? Dann handelt es sich um einen deutlichen Hinweis auf Flohkot. Deine Katze ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von Flöhen befallen.
  • Jetzt gilt es, schnell zu handeln, um die Ausbreitung der Katzenflöhe zu verhindern und die vorhandenen Flöhe zu bekämpfen.

Flöhe loswerden – so geht’s!

Das sind die wichtigsten und effektivsten Methoden:

  • Auskämmen: Flöhe, Larven, Eier und Puppen lassen sich mit einem speziellen Flohkamm entfernen. Jedoch erwischt man nie alle Ungeziefer, deshalb ist eine weitere Behandlung notwendig.
  • Spot-on-Lösung: Dieses chemische Mittel tötet Flöhe im gesamten Fell ab. Dazu wird es ins Fell an eine Stelle geträufelt, an die die Katzen nicht herankommen kann, um es wieder abzulecken, wie den Nacken. Der Tierarzt empfiehlt ein passendes Präparat.
  • Flohshampoo: Auch wenn es für die Katze unangenehm ist, kann es notwendig sein, die Katze mit einem Flohshampoo, das speziell für die Katze geeignet ist, zu waschen. Im Zweifelsfall sollte dies mit dem Tierarzt abgesprochen werden.

Nicht vergessen: Wenn der Katzenhaushalt aus mehreren Katzen besteht, ist es zwingend notwendig, alle Katzen zu behandeln, auch wenn sie noch keine Flöhe aufweisen.

Die blutsaugenden Parasiten halten sich auch auf den Liegeflächen der Katzen auf. Diese sollten deshalb bei der Bekämpfung nicht vergessen werden. Katzenkörbchen, Decken, Kratzbaum, Polstermöbel, Teppiche und Bodenritzen bedürfen einer regelmäßigen, gründlichen Reinigung, am besten alle drei bis vier Monate. Textilien sollten dafür bei mindestens 60 Grad gewaschen werden oder für etwa zwei Tage ins Tiefkühlfach gelegt werden. Das entzieht allen Parasiten die Lebensgrundlage und tötet sie ab. Andernfalls droht ein erneuter Befall der Katze.

Für die Zukunft: Besser vorbeugen

Um einen (erneuten) Flohbefall zu vermeiden, muss die regelmäßige Fellkontrolle zur Routine werden. Vorbeugend lassen sich aber auch Tabletten, durch die die Entwicklung von Floheiern auf der Katze gehemmt wird, verabreichen. Auch eine Spot-on-Lösung bietet sich an, was insbesondere bei Freigängern sinnvoll ist. Auch ein Flohhalsband kann sich zur Vorbeugung eignen.

Foto von Cats Coming von Pexels

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