10 ungiftige Zimmerpflanzen für Katzen: schön wohnen mit Katze

10 ungiftige Zimmerpflanzen für Katzen: schön wohnen mit Katze

Zimmerpflanzen machen eine Wohnung gemütlicher – doch wer mit Katzen zusammenlebt, sollte bei der Auswahl genauer hinschauen. Denn einige beliebte Zimmerpflanzen können für Katzen giftig sein. Die gute Nachricht: Du musst deshalb nicht auf Grün in deiner Wohnung verzichten. Es gibt zahlreiche schöne Zimmerpflanzen, die als ungiftig für Katzen eingestuft werden.

In diesem Artikel stelle ich dir 10 davon vor. Wichtig: Achte beim Kauf nicht nur auf den deutschen Namen, sondern auch auf den botanischen Namen. Ähnlich klingende Pflanzennamen bedeuten nicht automatisch, dass die Pflanzen für Katzen gleichermaßen ungefährlich sind.

Was bedeutet „ungiftig für Katzen“ eigentlich?

Die folgenden Pflanzen werden von der ASPCA (American Society for the Prevention of Cruelty to Animals) als „non-toxic to cats“ geführt. Eine umfangreiche Übersicht über giftige und ungiftige Pflanzen findest du in der ASPCA-Datenbank für Katzen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass deine Katze die Pflanzen fressen sollte. Auch ungiftiges Pflanzenmaterial kann bei Katzen beispielsweise Erbrechen oder Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Außerdem können Dünger, Pflanzenschutzmittel oder andere Substanzen an einer Pflanze ein zusätzliches Risiko darstellen. Am besten ist deshalb auch bei ungiftigen Pflanzen: anschauen ja – regelmäßig daran knabbern lieber nicht.

1. Grünlilie (Chlorophytum comosum)

Die Grünlilie gehört zu den Klassikern unter den Zimmerpflanzen. Ihre langen, schmalen Blätter und die kleinen Ableger machen sie besonders dekorativ – beispielsweise in einer Blumenampel. Für Katzenhalter besonders interessant: Chlorophytum comosum wird von der ASPCA als nicht toxisch für Katzen eingestuft. Da die langen Blätter für manche Katzen durchaus verlockend aussehen können, lohnt sich trotzdem ein Standort, an dem nicht ständig daran geknabbert wird.

2. Korbmarante / Calathea (Calathea spp.)

Mit ihren teilweise spektakulär gemusterten Blättern ist die Calathea eine meiner Favoritinnen für einen Katzenhaushalt. Auch hier gibt es gute Nachrichten: Die ASPCA führt Calathea spp. als nicht toxisch für Katzen. Je nach botanischer Systematik können manche Arten im Handel mittlerweile auch unter anderen Gattungsnamen wie Goeppertia angeboten werden. Deshalb lohnt sich beim Kauf ein Blick auf die genaue Pflanzenbezeichnung.

3. Bostonfarn (Nephrolepis exaltata ‘Bostoniensis’)

Du möchtest einen üppigen Farn im Wohnzimmer? Dann ist der Bostonfarn eine interessante Möglichkeit. Die ASPCA führt den Bostonfarn als nicht toxisch für Katzen. Aber Vorsicht: Daraus solltest du nicht ableiten, dass grundsätzlich jeder „Farn“ für Katzen ungefährlich ist. Beim Kauf deshalb unbedingt auf den botanischen Namen achten.

4. Areca-Palme (Dypsis lutescens)

Wer eine größere Grünpflanze sucht, kann sich die Areca-Palme ansehen. Mit ihren langen, gefiederten Blättern bringt sie schnell etwas Dschungel-Feeling ins Wohnzimmer. Dypsis lutescens wird von der ASPCA als nicht toxisch für Katzen geführt. Wichtig ist auch hier die genaue Art: Der Begriff „Palme“ allein sagt nichts über die Verträglichkeit einer Pflanze für Katzen aus.

5. Bergpalme (Chamaedorea elegans)

Auch die Bergpalme – häufig als Parlour Palm bezeichnet – eignet sich für Katzenhaushalte. Die ASPCA stuft Chamaedorea elegans als nicht toxisch für Katzen ein. Sie bleibt meist deutlich kompakter als viele andere palmenähnliche Zimmerpflanzen und eignet sich deshalb auch für kleinere Räume.

6. Phalaenopsis-Orchidee (Phalaenopsis sp.)

Du möchtest lieber Blüten statt ausschließlich grüner Blätter? Dann ist die beliebte Phalaenopsis eine schöne Option. Die ASPCA führt die Phalaenopsis-Orchidee als nicht toxisch für Katzen. Das ist besonders praktisch, weil Phalaenopsis-Orchideen mittlerweile fast überall erhältlich sind und es sie in zahlreichen Farben gibt.

7. Usambaraveilchen (Saintpaulia spp.)

Noch eine kleine blühende Alternative: das Usambaraveilchen. Die Pflanzen bleiben kompakt und bringen mit ihren Blüten Farbe auf Fensterbank oder Sideboard. Auch Saintpaulia spp. wird von der ASPCA als nicht toxisch für Katzen eingestuft. Damit ist das Usambaraveilchen eine schöne Möglichkeit für alle, die in einem Katzenhaushalt nicht nur Grünpflanzen aufstellen möchten.

8. Fittonie / Mosaikpflanze (Fittonia verschaffeltii)

Klein, bunt und auffällig gemustert: Die Fittonie fällt durch ihre deutlich sichtbaren Blattadern auf und ist in verschiedenen Farbvarianten erhältlich.

Fittonia verschaffeltii wird von der ASPCA ausdrücklich als nicht toxisch für Katzen geführt.

Durch ihre geringe Größe eignet sie sich beispielsweise für kleinere Pflanzengruppen oder als Farbtupfer zwischen größeren Grünpflanzen.

9. Zwergpfeffer (Peperomia caperata)

Auch unter den Peperomien gibt es interessante Pflanzen für Katzenhaushalte. Für diese Liste haben wir bewusst eine konkrete Art ausgewählt: Peperomia caperata. Sie wird von der ASPCA als nicht toxisch für Katzen eingestuft. Ihre strukturierten, teilweise herzförmigen Blätter machen sie zu einer schönen kleinen Zimmerpflanze, die wenig Platz benötigt.

10. Echeverie (Echeveria elegans)

Auch Sukkulentenfans müssen nicht grundsätzlich auf ihre Pflanzen verzichten. Eine Möglichkeit ist Echeveria elegans. Die Art wird in der ASPCA-Datenbank in der Liste der für Katzen nicht toxischen Pflanzen geführt. Aber auch hier gilt: Bitte nicht daraus schließen, dass alle Sukkulenten für Katzen ungefährlich sind. Aloe vera beispielsweise gehört nicht auf diese Liste. Entscheidend ist immer die konkrete Pflanzenart.

Vorsicht bei Sammelbezeichnungen wie „Palme“ oder „Farn“

Beim Pflanzenkauf solltest du dich nicht ausschließlich auf Bezeichnungen wie „Palme“, „Farn“ oder „Sukkulente“ verlassen. Zwei Pflanzen können ähnlich aussehen oder ähnlich heißen und trotzdem völlig unterschiedlich zu beurteilen sein. Mein Tipp: Fotografiere beim Kauf das Etikett mit dem botanischen Namen. So kannst du die Pflanze im Zweifelsfall eindeutig überprüfen. Die ASPCA weist ebenfalls darauf hin, dass Pflanzen anhand ihres Namens identifiziert werden sollten und ihre Datenbank nicht jede existierende Pflanzenart umfasst.

Kunstpflanzen als Alternative?

Wenn deine Katze leidenschaftlich gerne an Pflanzen knabbert, können hochwertige Kunstpflanzen eine praktische Alternative sein – gerade für Bereiche, in denen du ansonsten auf eine echte Pflanze verzichten würdest. Aber auch Kunstpflanzen sind nicht automatisch risikofrei! Achte darauf, dass deine Katze keine Kunststoffteile, Drähte oder andere Bestandteile abbeißen und verschlucken kann.

Tipp: Inzwischen gibt es erstaunlich realistisch aussehende Kunstpflanzen – von kleinen Eukalyptus-Arrangements bis zu großen künstlichen Palmen Palmen. Für Katzenhalter, deren Stubentiger echte Pflanzen regelmäßig zerlegen, kann das eine unkomplizierte Deko-Alternative sein.

Trotzdem angeknabbert – was nun?

Hat deine Katze ein kleines Stück einer eindeutig identifizierten und als nicht toxisch eingestuften Pflanze angeknabbert, bedeutet das nicht automatisch eine Vergiftung. Trotzdem können Pflanzenbestandteile Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Kennst du die Pflanze nicht eindeutig, handelt es sich möglicherweise um eine giftige Art oder zeigt deine Katze Beschwerden, solltest du nicht auf eigene Faust experimentieren, sondern tierärztlichen Rat einholen. Nimm nach Möglichkeit die Pflanze beziehungsweise ein Foto und den botanischen Namen mit.


FAQ: Ungiftige Pflanzen für Katzen

Sind ungiftige Pflanzen für Katzen wirklich völlig ungefährlich?

Nein. „Ungiftig“ beziehungsweise „non-toxic“ bedeutet nicht, dass eine Pflanze zum Fressen geeignet ist. Auch Pflanzen, die nicht als giftig eingestuft werden, können beim Verzehr beispielsweise Erbrechen oder Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Zusätzlich können etwa Dünger oder Pflanzenschutzmittel ein eigenes Risiko darstellen. Deshalb sollten auch ungiftige Zimmerpflanzen möglichst nicht regelmäßig angeknabbert werden.

Was mache ich, wenn meine Katze eine Zimmerpflanze gefressen hat?

Versuche zunächst herauszufinden, um welche Pflanze es sich genau handelt – am besten anhand des botanischen Namens auf dem Pflanzenetikett. Ist die Pflanze unbekannt oder möglicherweise giftig, solltest du tierärztlichen Rat einholen und nicht erst abwarten, bis Beschwerden auftreten. Das gilt besonders bei Pflanzen, bei denen bereits geringe Expositionen gefährlich sein können. Zeigt deine Katze nach dem Fressen einer Pflanze Symptome, solltest du ebenfalls einen Tierarzt kontaktieren. Ein Foto, das Pflanzenetikett oder ein Teil der Pflanze kann bei der Identifizierung helfen.

Welche beliebten Zimmerpflanzen sind für Katzen giftig?

Einige häufig gehaltene Zimmerpflanzen werden von der ASPCA als giftig für Katzen eingestuft. Dazu gehören beispielsweise Aloe vera, Efeutute (Epipremnum aureum), Monstera (Monstera deliciosa), Drachenbaum (Dracaena spp.), Glücksfeder (Zamioculcas spp.) und Birkenfeige (Ficus benjamina).

Wie stark eine Vergiftung ausfallen kann und welche Beschwerden auftreten, hängt von der jeweiligen Pflanze und der Exposition ab. Bei Monstera, Efeutute und Glücksfeder sind beispielsweise unlösliche Calciumoxalat-Kristalle für typische Reizungen von Maul und Magen-Darm-Trakt verantwortlich. Besondere Vorsicht gilt bei der Sagopalme (Cycas revoluta): Trotz ihres Namens handelt es sich nicht um eine echte Palme. Sie ist für Katzen und andere Haustiere stark giftig und kann unter anderem schwere Leberschäden verursachen.

Vor allem bevor ein Kitten einzieht, lohnt es sich, die gesamte Wohnung einmal aus Katzenperspektive auf mögliche Gefahren zu überprüfen.

Sind Schnittblumen und Blumensträuße für Katzen ungefährlich?

Nicht automatisch. Gerade bei gemischten Blumensträußen solltest du wissen, welche Pflanzen enthalten sind. Besonders gefährlich für Katzen sind echte Lilien der Gattung Lilium und Taglilien der Gattung Hemerocallis. Eine Exposition kann bei Katzen zu akutem Nierenversagen führen. Bei diesen Lilien können nicht nur Blätter und Blüten problematisch sein, sondern auch Pollen und sogar Wasser aus der Vase. Besteht der Verdacht auf Kontakt oder Aufnahme, ist das ein tiermedizinischer Notfall und sollte sofort tierärztlich abgeklärt werden.

Gibt es auch katzenfreundliche Schnittblumen?

Ja. Zu den von der ASPCA als nicht toxisch eingestuften Alternativen gehören beispielsweise Rosen (Rosa spp.), Gerbera (Gerbera jamesonii), Sonnenblumen (Helianthus spp.), Löwenmäulchen (Antirrhinum majus) sowie bestimmte Orchideen, darunter Phalaenopsis. Aber auch hier gilt: „Nicht toxisch“ bedeutet nicht „essbar“. Das Fressen von Pflanzenmaterial kann trotzdem Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Deshalb sollten auch solche Blumen möglichst außerhalb der Reichweite besonders neugieriger Katzen stehen.

Warum frisst meine Katze überhaupt Zimmerpflanzen?

Katzen können Pflanzen aus unterschiedlichen Gründen anknabbern. Pflanzen sind für manche Katzen schlicht interessant: Neue Gerüche, die Beschaffenheit der Blätter oder deren Bewegung können zum Erkunden und Kauen anregen. Entscheidend ist jedoch: Verlasse dich niemals darauf, dass deine Katze eine giftige Pflanze instinktiv meiden wird. Potenziell gefährliche Pflanzen sollten deshalb nicht für die Katze zugänglich sein.

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